BOOK LOVERS NEVER GO TO BED ALONE

Dienstag, 28. Dezember 2010

Rezension: Die Dunklen Mächte - Schattenstunde von Kelley Armstrong

Chloe Saunders ist verrückt. Diese Diagnose stellen jedenfalls die Ärzte im Krankenhaus, nachdem sie schreiend durch ihre Schule gerannt ist und einen entstellten Hausmeister gesehen hat, den nur sie sehen konnte. Also wird sie nach Lyle House geschickt, ein Heim für verhaltensauffällige Jugendliche. Sie will dort natürlich so schnell wie möglich weg, doch dass wird schwer angesichts der Tatsache, dass sie weiterhin nicht (mehr) existierende Menschen sieht. Nach und nach findet sie mit der Hilfe der anderen Jugendlichen dort, Derek, Simon und Rae, jedoch heraus, dass sie gar nicht so verrückt ist wie sie dachte, sondern wirklich und wahrhaftig Geister sehen kann. Und nicht nur das, sie erfährt auch, dass es noch eine ganze Reihe anderer Paranormale gibt. Die vier glauben nicht an einen Zufall, es muss einen Grund dafür geben, dass sie alle an diesem Ort sind. Und so nimmt das Abenteuer seinen Lauf...

Dies war mein erstes Buch von Kelley Armstrong, aber definitiv nicht mein Letztes. Es hat mir richtig gut gefallen, ich habe es regelrecht verschlungen. Besonders gut fand ich, dass auch einige lustige Stellen dabei waren, wo ich wirklich lachen musste. Paranormale Menschen laufen einem ja in letzter Zeit öfters über den Weg, doch hier ist es wirklich gut gemacht. Chloe denkt am Anfang ja wirklich, dass sie verrückt ist und ist am Verzweifeln. Die verschiedenen Charakter des Romans überzeugen, allen voran Derek. Auf den ersten Blick will man nichts mit ihm zu tun haben, doch eigentlich ist er doch ein ganz Lieber. Die Beziehung zwischen seinem gutaussehenden Pflegebruder Simon und Chloe ist durchaus noch ausbaufähig, doch dieses Buch ist ja erst der Anfang einer Trilogie. Das ist kein alleinstehender Roman ist, merkt man an dem echt fiesen Cliffhanger am Ende – ich empfehle also allen, das zweite Buch gleich mit zu kaufen.

Ein echt toller Anfang einer vielversprechenden Trilogie, dazu noch mit einem der wunderschönen Cover, wie sie der PAN-Verlag immer hat.

5 von 5 Sternen
Informationen zum Buch:  

403 Seiten
Originaltitel: Darkest Powers - The Summoning
erschienen am 4.10.2010 im PAN-Verlag
14,99€
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Samstag, 25. Dezember 2010

Rezension: Im Zauber der Sirenen von Tricia Rayburn

Samstag, 18. Dezember 2010

Rezension: How I Live Now von Meg Rosoff

Ich bin gerade meine ganzen Rezensionen bei lovelybooks durchgegangen, und auf diese gestoßen. Ich habe mich entschieden, diese etwas ältere Rezension hier zu posten, denn ich finde, es ist ein großartiges Buch, was leider nicht so bekannt ist. Das Buch hat in England einige Auszeichnungen bekommen, und ein anderes Buch von ihr, "Was wäre wenn", hat den Deutschen Jugendliteraturpreis 2008 bekommen - eine hohe Auszeichnung, wenn ihr mich fragt. Ich habe leider bisher nur dieses eine Buch von ihr gelesen, aber das wird sich bald ändern.
Die Rezension kann vielleicht ein paar Änderungen vertragen, aber ich werde sie so lassen, wie ich sie im Januar 2010 geschrieben habe.

Donnerstag, 25. November 2010

Rezension: Vorsicht, frisch verliebt von Susan Elizabeth Phillips

Lorenzo Gage, berühmter Filmschurke, mit dem schon alle Hollywoodstars zu kämpfen hatten, will vor seinem nächsten Dreh noch ein paar ruhige Wochen in seinem Haus in der Toskana verbringen. Der verboten gutaussehende Herzensbrecher spielt immer nur die Bösen, da er selbst der Meinung ist, aufgrund seiner Geschichte nicht den Helden spielen zu können.

Dr. Isabel Favor war ganz oben angekommen. Sie ist ein Kontrollfreak – aber ebenso eine erfolgreiche Lebensberaterin mit vollem Terminkalender und hat einen perfekten Verlobten. Bis sich eines Tages das Blatt gegen sie wendete. Ihr Buchhalter haut mit ihrem ganzen Geld ab, und ihr Freund ist plötzlich verliebt in eine andere Frau, die er auch schon geschwängert. Isabel weiß nicht mehr weiter und entscheidet sich für eine Auszeit in Italien, wo sie ihr neues Leben planen will.

Auf der Piazza della Signoria in Florenz begegnen sich die beiden zum ersten Mal – und dank der gegenseitigen Anziehung landen sie prompt im Bett. Für Isabel ein enttäuschendes Erlebnis, sie flieht am nächsten Morgen in ihr Ferienhaus auf dem Land. Leider muss sie dort erfahren, dass der Besitzer ihres Hauses kein anderer ist als Lorenzo „Ren“ Gage. Zunächst will sie natürlich nur weg, doch ihr Stolz siegt schließlich und sie bleibt. Natürlich können die beiden irgendwann nicht mehr die Hände voneinander lassen....

Susan Elizabeth Phillips gehört nun zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen für kalte, dunkle Regentage, wo man es sich mit einem heißen Tee und einer kitschigen Liebesgeschichte nur noch im Bett gemütlich machen will und die Außenwelt ausschaltet. Man kann endlich Abstand nehmen von der Realität und eintreten in eine Welt, wo jede Frau ihr (attraktives) Liebesglück findet. Überraschungen gibt es bei dieser Autorin nicht, man weiß immer schon nach 5 Seiten, wie es am Ende ausgeht. Doch die wunderbar anschauliche Schreibweise fesselt mich nichtdestotrotz, und in diesem Buch kommt die wundervolle italienische Kulisse dazu, wo das Essen und die traumhafte Landschaft nicht zu kurz kommen. Vor allem die Nebencharaktere haben es mir diesmal angetan, allen voran Lorenzos Exfrau Tracy, die vor einer gescheiterten Ehe flüchtet. Ihre Geschichte wird in einem Nebenstrang erzählt, ebenso die Suche der gesamten Dorfbewohner nach etwas, was der Vorbesitzer von Isabels Haus versteckt hat. Aber im Mittelpunkt steht natürlich die Liebesgeschichte von Ren und Isabel, die zunächst nur auf körperlicher Basis existiert. Die beiden Charaktere haben mir sehr gut gefallen, einmal der Bösewicht Lorenzo, der oberflächlich gesehen ein Frauenheld ist, angeblich „mit fünfhundert Miezen im Bett gewesen war“ und damit berühmt geworden ist, dass er schöne Frauen umgebracht hat. Aber eigentlich ist er ein anständiger Kerl, der auch mit seinen Rollen zu kämpfen hat und eine schwere Kindheit hatte. Das hat er gemeinsam mit Isabel, die mit ihrer Lebensphilosophien der „4 Ecksteine eines positiven Lebens“ unglaublich erfolgreich geworden ist. Ihr Problem ist, dass sie immer alles unter Kontrolle haben muss, anspruchsvoll ist und einfach etwas schwierig. Natürlich gibt es dadurch einige Komplikationen in der Beziehung zwischen den beiden, genauso wie viele amüsante Szenen. Man will den beiden zwar manchmal den Kopf abreißen, weil sie das Offensichtliche nicht sehen wollen, aber im Großen und Ganzen sind sie ein wundervolles Paar

Mein Fazit: Ein wundervolles Buch zum Abschalten, eine romantische Liebesgeschichte, die in der sonnigen Toskana spielt – also genau das Richtige für dunkle, regnerische, verschneite Abende, wie sie jetzt die Regel sind.

5 von 5 Sternen

Informationen zum Buch:

448 Seiten
Originaltitel: Breathing Room
erschienen am 10.08.2009 bei blanvalet
8,95€
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Samstag, 13. November 2010

Rezension: Schattenblüte von Nora Melling

Luisa ist am Ende. Ihr kleiner Bruder Fabi ist an Krebs gestorben, und ihre Eltern verdrängen alles, indem sie nach Berlin ziehen und alles, was an Fabi erinnert, wegwerfen. Luisa kommt damit nicht klar, und versucht schließlich, sich selbst umzubringen. Sie will von einem Turm im Grunewald springen. Sie ist gerade dabei, den letzten Schritt zu machen, da wird sie von einem Jungen zurückgezogen. Dieser Junge, Thursen, fasziniert sie von Anfang an. Er nimmt ihr das Versprechen ab, dass sie am Leben bleibt. Eigentlich soll sie ih danach nicht mehr wiedersehen, doch sie entwickelt solch eine Sehnsucht nach ihm, dass sie schließlich wieder in den Wald geht, um ihn zu suchen. Endlich findet sie ihn - zusammen mit anderen Menschen und Wölfen lebt er im Grunewald. Dass sie ein Geheimnis haben, ist offensichtlich, doch Thursen erzählt ihr zunächst nichts und will sie von alldem fernhalten. Doch natürlich gelingt ihm das nicht, denn Luisa ist sehr hartnäckig und inzwischen auch verliebt in Thursen. Und so wird sie immer mehr in die Welt von Thursen und seinen Freunden hineingezogen ....

Der Debütroman von Nora Melling hat mir ziemlich gut gefallen. Zunächst einmal finde ich es super, dass es in Deutschland spielt, in Berlin, und nicht irgendwo im Nirgendwo in Amerika. Der Schreibstil der Autorin ist auch erfrischend anders, selten liest man ja Romane, die im Präsens geschrieben sind. Das trägt meiner Meinung nach viel dazu bei, dass die Gefühle so gut rübergebracht werden. Und die Gefühle sind wirklich extrem, vor allem am Anfang. Man wird wirklich reingezogen in die Welt von Luisa, die todunglücklich und depressiv am Anfang ist. Es hätte leicht überzogen wirken können, doch das tut es nicht. Alles ist sehr authentisch geschildert. Die Charaktere, allen voran Luisa, sind mir .. nun ja, etwas zu oberflächlich oder naiv. Luisas Reaktionen und ihre Meinungsänderungen sind oft nicht nachvollziehbar, auch wenn sie natürlich in einer besonders harten Situation ist. Thursen hat mich zwischenzeitlich etwas an Edward aus der Biss-Reihe erinnert. Er liebt Luisa und will mit ihr so viel Zeit wie möglich verbringen, jedoch sagt er ihr immer wieder, dass es nicht gut für sie sei, bei ihm zu bleiben.
Ansonsten haben mich eigentlich nur Kleinigkeiten gestört, die hier nicht erwähnenswert sind. Dafür muss ich wirklich die Cover-Designer loben, die ein wundervolles Prachtstück geschaffen haben, das ich mir immer wieder gerne anschaue. Vor allem die Wassertropfen auf dieser schwarzen Blüte sind super.

Fazit: Ein etwas anderer Fantasyroman, der den Leser mitfühlen und -leiden lässt, und den man eigentlich nicht aus der Hand nehmen kann, da man unbedingt wissen muss, ob es ein Happy Ende für Luisa und ihren Thursen geben kann.

4 von 5 Sternen

Informationen zum Buch:

352 Seiten
erschienen am 1.11.2010 im Rowohlt Polaris Verlag
14,95€
bei amazon

Sonntag, 26. September 2010

Rezension: Das Blut des Dämons von Lynn Raven

Dawn wird sterben. Seit Samuel ihren Wechsel erzwingen wollte, wird sie immer schwächer. Ihre große Liebe Julien tut alles für sie - doch er wird es nicht verhindern können. Es sei denn, er bricht mal wieder alle Regeln, um an das Blut der ersten Lamia zu kommen, dessen Hüter er ist. Es ist seine letzte, verzweifelte Hoffnung, dass dieses Blut Dawn retten wird. Doch das macht alles nur noch schlimmer - und ihre Feinde warten nicht....

Dieses Buch war das lang erwartete Finale der Trilogie um Dawn und Julien. Und bis auf das Ende wurde ich nicht enttäuscht. Es war von Anfang an unheimlich spannend, und man hat die ganze Zeit mit den beiden mitgefiebert. Ich dachte nur die ganze Zeit: "Bitte, bitte, lass es gut ausgehen. Die beiden haben ein Happy End verdient.Sie haben doch schon so viel Schlimmes hinter sich..." Doch es wurde immer enger, und am Ende hatte man gar keine Hoffnung mehr. Wie sollen sie da wieder heile rauskommen? Und da ging es mir dann einfach etwas zu schnell, und ich bin bei den ganzen Geschehnissen nicht mehr mitgekommen. Ein paar Seiten mehr hätten dem Buch an dieser Stelle wirklich gut getan. So kam es mir vor, als würde die Autorin es einfach nur beenden wollen. Was ich auch schade fand, dass die Liebesgeschichte zwischen kate und Adrien, die sich im 2. Band ja angebahnt hatte und richtig schön beschrieben wurde, hier gar nicht fortgeführt wurde. Aber andererseits hoffe ich jetzt, dass Lynn Raven den beiden ein eigenes Buch schenkt...

Auch diese kleinen Wermutstropfen haben meiner Gesamtmeinung von dem Buch nicht geschadet. Ich hatte wundervolle Stunden, in denen ich zusammen mit Julien und Dawn gehofft und gebangt habe. Schade, dass es nun vorbei ist!

4,5/5 Sternen