BOOK LOVERS NEVER GO TO BED ALONE

Dienstag, 27. Dezember 2011

Rezension: Shiver von Maggie Stiefvater


For once in my life,
I was here
and nowwhere else.
And then I openend my eyes and it was just Grace and me – nothing anywhere but Grace and me – she pressing her lips together as though she were keeping my kiss inside her, and me, holding this moment that was fragile as a bird in my hands.

Seit Grace vor 6 Jahren von den Wölfen aus dem Wald vor ihrem Haus angegriffen wurde, ist sie fasziniert von dem einen Wolf, der sie gerettet hat  - der Wolf mit den faszinierenden gelben Augen. Jeden Abend geht sie raus und wartet auf ihn, ohne Angst zu haben, und jeden Abend steht er am Waldrand und beobachtet sie. Dass er und die anderen Wölfe keine normalen Tiere sind, findet sie erst heraus, als ein Junge aus ihrer Schule von Wölfen getötet wird. Daraufhin wollen einige Einwohner aus Mercy Falls die Wölfe erschießen, und Grace kann sie nur so gerade eben vom schlimmsten abhalten. Dennoch werden ein paar Schüsse abgegeben, und als Grace nach Hause kommt, findet sie einen Jungen mit gelben Augen verletzt vor ihrem Haus: Sam.

Ich weiß echt nicht, warum ich dieses Buch erst jetzt gelesen habe – ein ganzes Jahr musste es auf dem SUB ausharren. Dabei war es doch so toll!

Was einem direkt nach den ersten Seiten auffällt, ist der Perspektivwechsel. Es gibt Kapitel aus Graces und aus Sams Sicht; dadurch merkt man schnell, dass Sam kein normaler Mensch ist, sondern ein Werwolf. Dennoch ist es spannend mitzuerleben, wie Grace das Geheimnis um die Wölfe von Mercy Falls herausfindet, vielleicht gerade weil man als Leser schon etwas mehr weiß. Von der Länger unterscheiden sich die Kapitel sehr, manche sind nur eine halbe Seite lang, manche 20-30 Seiten. Aber fast alle hören so auf, dass man direkt weiterlesen muss. Und genau das ist für mich ein Kriterium für ein echt gutes und spannendes Buch, da man sich immer sagt: „Nur noch ein Kapitel,“ und dann doch weiterliest, weil man unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Das Englisch ist sehr gut zu verstehen, vor allem für Jugendliche, da es eher einfache Sprache und ein unkomplizierter Stil ist.
Sam ist unglaublich süß, und einfach nur echt lieb. Wieder einmal frage ich mich, wo Typen wie er in der Realität sind, denn wer will nicht einen Freund haben, der immer zu wissen scheint, wie es einem geht und immer genau die richtigen Worte findet? Ein bisschen gestört hat mich, dass Sam eben aufgrund der Tatsache, dass er sich bei Kälte in einen Wolf verwandelt, immer aufpassen muss, dass ihm warm genug ist. Sein Menschsein steht im Prinzip die ganze Zeit im Vordergrund, und Grace muss immer Acht geben, dass Sam sich nicht zu lange in der Kälte aufhält. Dadurch muss sich praktisch Grace um Sam kümmern, er ist der Schwächere von den beiden, was ja schon ungewöhnlich ist.
Aber ansonsten habe ich nichts zu bemängeln, wirklich gar nichts. Ich habe endlich mal wieder ein Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen, und kann es kaum erwarten, den zweiten Band zu lesen. Das Buch hat zwar Gott sei Dank keinen bösen Cliffhanger, wie so viele andere erste Bände im Moment, aber es bleiben auf jeden Fall noch genug Fragen offen, dass man wissen will, wie es mit den beiden weitergeht.
Auf jeden Fall erwähnen muss man auch das Cover. Ich finde es wunderschön, die weißen Baumranken auf schwarzem Hintergrund. Die ersten drei Seiten im Buch sind ebenso gestaltet, einfach toll. Dazu kommt, dass die Seitenzahlen alle ein wenig so aussehen, als würden sie schmelzen, genauso wie das Wort „Shiver“ auf dem Titel. Ich muss echt mal wieder sagen, dass ich das englische Cover viel besser finde als das deutsche, wo für mich irgendwie die Kontraste des Originals fehlen.

Also, mehr kann ich eigentlich nicht sagen, außer dass ich es jedem empfehle, der es nicht sowieso schon gelesen hat. Ein toller Young-Adult-Roman, total fesselnd und einfach wundervoll romantisch. 5 von 5 Sternen gibt’s von mir!

(Link zu amazon)

Dienstag, 29. November 2011

Rezension: Das kalte Herz der Schuld von Anna Jarzab


Vor einem Jahr hat sich Neilys und Audreys Leben schlagartig verändert. Zu diesem Zeitpunkt nämlich wurde Carly, Neilys Ex und Audreys beste Freundin und Cousine, mit 4 Schüssen ermordet. Schnell schien festzustehen, dass Audreys gewaltbereiter Vater der Schuldige ist, und die Ermittlungen waren beendet. Doch jetzt möchte Audrey, die von der Unschuld ihres Vaters überzeugt ist, den wahren Mörder finden und bittet Neily um Hilfe. Dieser akzeptiert, da er selber an einigen Dingen zweifelt, die damals geschehen sind. Die beiden gehen auf Spurensuche und sind schnell davon überzeugt, dass die Clique um Carlys Freund Adam etwas mit ihrem Tod zu tun hat. Doch je mehr sie nach Beweisen suchen, umso deutlicher wird es den Menschen in ihrem Umfeld, dass die beiden den Mörder suchen – und so gerät auch ihr eigenes Leben in Gefahr.

Abwechselnd aus der Sicht von Neily und Audrey geschrieben, wird diese Suche nach der Wahrheit immer spannender und fesselnder. Aber es ist nicht nur ein Wechsel der Perspektiven, sondern es gibt auch immer wieder Rückblenden in die Zeit vor und kurz nach Carlys Tod. Dadurch erfährt man mehr und mehr über die Umstände von Carlys Tod und über Carly selbst. Dieser Stil hat mir sehr gut gefallen, da es nicht einfach nur eine lineare Handlung war. Je mehr über Carly und ihre Freunde offenbart wird, desto interessanter wird es zu wissen, was nun in Wirklichkeit passiert ist. Das Buch ist so geschrieben, dass man nicht allzu viel Konzentration aufwenden muss, um es schnell zu lesen, also genau das Richtige für abends/nachts im Bett.
Die Personen erscheinen alle sehr authentisch, und auch wenn ich sagen muss, dass mir Neilys Charakter und seine Handlungen immer mal wieder unsympathisch und etwas egoistisch erschienen, war es dennoch sehr realistisch und gerade deswegen fand ich das Buch so gut. Neily hat mit seinen Gefühlen zu kämpfen, auch ein Jahr nach dem Tod hat er es nicht überwunden. Man fühlt mit ihm, leidet mit ihm, als er immer mehr über Carly erfährt, über die Zeit, nachdem sie ihn für Adam hat sitzen lassen. Und auch Audrey, die ja die beste Freundin von Carly war, muss einiges über Carly erfahren, was sie schockt. Gemeinsam gehen die beiden jedem kleinen Hinweis nach, und der Leser kann miträtseln, da der wahre Mörder eben erst zum Schluss entdeckt wird.
Es ist eindeutig ein Buch für Jugendliche, doch ich fand toll, dass die Geschichte eben nicht einer normalen Jugendstory entspricht. Neily und Audrey dringen immer mehr in die Geheimnisse ihrer Mitschüler und –menschen ein, die zum Teil echt heftig und überraschend sind. Ich muss zwar zugeben, dass ich schon relativ früh ahnte, wer der wahre Mörder ist, doch das hat alles nur noch spannender gemacht, da man fieberhaft darauf wartete, dass Audrey und Neily es auch entdecken. Ich habe das Buch verschlungen, bis zur letzten Seite, und hätte es gerne gesehen, wenn es noch 200 Seiten länger gewesen wäre.


Das Debüt der amerikanischen Autorin Anna Jarzab lässt einen auf mehr Bücher der Autorin hoffen. Es war eine sehr spannende Geschichte, in einem tollen Stil erzählt. Von mir gibt’s 4,5 Punkte für diesen sehr guten Jugendkrimi!

Rezension für bücherkinder.de

Link zu amazon 

Samstag, 5. November 2011

Rezension: Und in mir der unbesiegbare Sommer von Ruta Sepetys

Ich blieb am Spalt stehen und erzählte allen, was ich sah. Der Fluss Nemunas, die großen Kirchen, die Gebäude, die Straßen, die Bäume an denen wir vorbeikamen. Die Leute schluchzten. Litauen war nie schöner gewesen. Bunte Blumen leuchteten prachtvoll in der Junilandschaft. Wir rollten durch das Land, in Waggons, auf denen „Diebe und Huren“ stand.

Litauen, 1941. Am Abend des 14. Junis wird die 15-järhrige Lina Vilkas zusammen mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Jonas vom NKWD, der russischen Geheimdienst, aus ihrer Wohnung gezerrt und in Lastwagen verfrachtet, die sie und viele andere Litauer zu langen Zügen bringen, die aus viele aneinander gereihten Viehwaggons bestehen. Der Zug bringt sie fort, immer weiter nach Osten, in die Einsamkeit hinein. Lina weiß nicht, was geschieht und warum ihr Vater nicht bei ihnen sein kann. Die Russen behandeln sie wie Dreck und einige ihrer Mitgefangenen haben die Hoffnung schon aufgegeben. Lina hingegen hält an ihren Erinnerungen fest, und ihre Fähigkeit zu malen hilft ihr oft ihre Gedanken zu verarbeiten. Die Liebe zu ihrer Familie und später auch zu Andrius, einem Jungen, den sie während der Deportation nach Sibirien kennenlernt, lassen sie die ganze Grausamkeit überstehen, obwohl es oft schwer ist. Doch bringt die Hoffnung überhaupt etwas? Werden sie Litauen, ihre Freunde, ihren Vater jemals wiedersehen?

„Mitten im tiefen Winter wurde mir endlich bewusst, dass ich einen unbesiegbaren Sommer in mir trug.“ (Albert Camus)

Dieses Zitat von Albert Camus ist der Namensgeber für den deutschen Titel, die Autorin beginnt damit ihr Nachwort. Der originale, englische Titel lautet „Between Shades of Gray“, doch meiner Meinung nach ist der deutsche Titel viel passender. Für mich bedeutet er, dass man, egal was passiert, im Inneren die Hoffnung behält, die Hoffnung, dass sich was ändert, die Hoffnung dass etwas Gutes geschehen kann. Und eben dies ist die Haltung von Lina, die im Gegensatz zu vielen anderen Deportierten nicht denkt, dass alles vorbei ist. Auch wenn sie zwischendurch verzweifelt ist, sie findet dennoch die Kraft weiterzuleben, weiterzuhoffen.
Der Roman war sehr beeindruckend und regt einen zum Nachdenken an. Das sehr ernste Thema nimmt einen mit, ich musste oft beim Lesen eine Pause machen, weil ich einfach viel zu sehr mitgenommen wurde. Die Handlung ist manchmal hart, aber dennoch auf jeden Fall für Jugendliche geeignet. Über die Nazizeit weiß jeder Bescheid, da gibt es auch sehr viele Romane und Sachbücher für jüngere Leser. Doch dieses Thema war zumindest mir bisher nahezu unbekannt, obwohl es auch ein sehr dunkler Teil des zweiten Weltkrieges ist. Beim Lesen wurde mir mal wieder bewusst, wie viele Menschen in dieser Zeit überall in Europa gelitten haben, ich dachte bei mir: Was sind meine eigenen Probleme im Vergleich zu dem, was andere Menschen ertragen mussten und vielerorts immer noch müssen? Wut und Hilflosigkeit überkamen mich, und riesengroße Traurigkeit. Gefühle, die ich lange nicht bei einem Buch hatte.
Daran kann man glaub ich sehen, wie gut dieses Buch ist, denn genau das sollte ein Buch mit so einem Hintergrund bewirken. Es hat mich mitgenommen auf eine Reise, auf die ich vielleicht gar nicht wollte, aber die ich auf keinen Fall bereue. Ich kann dieses Buch einfach jedem empfehlen, der auch nur den Hauch von Interesse an Geschichte hat, der sich auch mal mit etwas ernsteren Themen auseinandersetzt. Ich lese ja normalerweise auch eher lockere Bücher, meistens Liebesromane, oder Fantasy. Doch das Buch hat mich einfach beeindruckt und bekommt einen Sonderplatz in meinem Bücherregal.

Vollkommen verdiente 5 Sterne für dieses bedrückende, gefühlvolle und beeindruckende Debüt, das einen zum Nachdenken anregt, zum Nachdenken über die dunklen Kapitel unserer Geschichte aber vielleicht auch über unser eigenes Leben und unsere Probleme, die im Vergleich zu Linas Leben einfach nur noch unwichtig erscheinen.

Rezension für bücherkinder.de

Samstag, 3. September 2011

Rezension: Das Mädchen mit dem Stahlkorsett von Kady Cross

Auf wackligen Beinen ging Finley zu ihr und nahm die kleinere Frau in die Arme. Es war ihr egal, ob Griffin oder seine gemeine Tante ihre Tränen sahen. Wenn es überhaupt etwas gab, über das man weinen durfte, dann war es die Erkenntnis, dass der eigene Vater einen in ein Ungeheuer verwandelt hatte.

Finley Jayne ist kein normales Mädchen. Ganz im Gegenteil: In ihr ist etwas Dunkles, das immer zum Tageslicht kommt, wenn Finley Hilfe braucht. Dann ist Finley wie verändert, sie ist stark wie sonst niemand, und wendet ohne zu zögern Gewalt an, obwohl das ihr anderes Ich nie tun würde. Natürlich hat sie es daher schwer, eine Anstellung zu finden, und sie auch auf Dauer zu behalten. Und tatsächlich, als der Sohn der reichen Familie, in der sie arbeitet, ihr unangemessene Avancen macht, schlägt sie ihn nieder und flieht, ohne zu wissen, wie ihre Zukunft aussieht. Doch wie es der Zufall will, stößt sie mit Griffin King zusammen, einem der reichsten jungen Männer Englands, der aber genau wie Finley einige Geheimnisse hat. Er nimmt sie mit zu sich, und durch ihn lernt Finley Menschen kennen, die ebenfalls anders und nicht ganz normal sind. Und bald wird sie hineingezogen in ein Abenteuer, gefährlich und doch aufregend, sie und Griffin kommen sich langsam näher – und was vielleicht am wichtigsten ist: Sie lernt endlich etwas über sich selbst und ihre Gabe/ihren Fluch.

Finley lebt im London des Jahrs 1897 – doch es ist nicht das 1897, wie wir es erwarten würden. Es ist eine alternative Welt, in der die Technik weit vorangeschritten ist, es unglaubliche Erfindungen und erstaunliche Entdeckungen gibt und die Leute dennoch so leben und sich kleiden, wie man es vom 19. Jahrhundert gewöhnt ist. Es handelt sich um einen Steampunkroman, meinen ersten, um genau zu sein. Vielleicht ist das ja der Grund, warum ich nicht so in die Geschichte hineinfinden konnte, obwohl ich neuen Welten eigentlich immer sehr aufgeschlossen bin. Denn ich muss leider sagen, dass ich etwas enttäuscht bin. Ich hatte einen spannenden Roman erwartet, wo Finley von einem Abenteuer ins nächste stürzt und sich auf dem Weg dahin noch verliebt. Die Cover – sowohl das original englische als auch das deutsche – haben mich neugierig gemacht und ich habe mich sehr auf das Buch gefreut.
Im Endeffekt konnte ich mich einfach nicht in die Geschichte hineinversetzen, und habe mich oft eher über den Stil geärgert als die Geschichte gefesselt zu verfolgen. Ein Beispiel: In einem Kapitel beschreibt die Autorin einen Freund von Griffin gleich dreimal als „großen Kerl“:

Mit seinem breiten Schultern füllte der große Kerl den Türrahmen fast aus (S.24), „..“, murmelte der große Kerl. (S.27).

Ich wusste schon beim ersten Mal, dass er groß ist, und mir hätte es besser gefallen, wenn man einfach „Sam sagte..“ geschrieben hätte. So was ist mir oft aufgefallen, und normalerweise stört es mich nicht allzu sehr, doch hier trug  es einen sehr negativen Beigeschmack mit sich. Wie oben gesagt, habe ich eine spannende Story erwartet, doch ich fand es oft einfach nur langweilig. Erst zum Ende hin bekommt der Leser dann das, was ihm versprochen wurde: Sie entdecken eine Verschwörung, die grausame Folgen für die Welt haben könnte. Die Geschichte nimmt Fahrt auf und es wird plötzlich doch noch interessant.
Natürlich gab es auch positive Aspekte bei diesem Roman. Er hat durchaus seine lustigen Stellen, zum Beispiel wenn die Hauptpersonen plötzlich im Wohnzimmer der Queen stehen, da konnte ich nicht anders als schmunzeln. Und es war auch interessant, wie einem in einer Zeit, die man glaubt zu kennen, plötzlich einige aberwitzige Erfindungen begegnen, von denen man selbst heute nur träumen kann. Andere Gegenstände dagegen kamen einem verdächtig bekannt vor, obwohl ich mir sicher bin, dass sie erst im 20. Jahrhundert erfunden worden sind. Ich hätte mich jedoch gefreut, ein wenig mehr über die Entstehung dieser Dinge zu erfahren, stattdessen wurden sie einfach wie selbstverständlich erwähnt, was ich etwas schade fand. Ein erfahrener Steampunk-Leser stört sich vielleicht nicht daran, aber Anfänger wie ich fühlen sich doch etwas ins kalte Wasser geworfen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe nicht die Story bekommen, die ich erwartet habe, und gebe diesem Buch daher 3 Sterne, da es sicherlich nicht das schlechteste Buch ist, das ich bisher gelesen habe, und die Idee an sich mal etwas Neues ist. Leider hat die Autorin es für mich nicht geschafft, dieses Potenzial zu verwerten.

Montag, 18. Juli 2011

Rezension: Die Sterne leuchten immer noch von Sarah Ockler


Es war jetzt ein Jahr her.
Zwölf Monate, neun Tage und sechs Stunden, um genau zu sein.
Aber vor dreizehn Monaten war alles ... einfach perfekt gewesen.

Anna, Frankie und Frankies älterer Bruder Matt sind die besten Freunde. Sie sind Nachbarn, und machen seit ihrer Kindheit alles zusammen. Was Frankie und Matt nicht wissen: Anna ist, seit sie 10 ist, in Matt verliebt. An ihrem 15. Geburtstag passiert dann das, worauf sie nicht zu hoffen gewagt hat: So romantisch, wie es nur geht, küsst Matt sie und die beiden sind fortan ein Paar, aber vorerst nur im Geheimen. Matt will es Frankie im Sommerurlaub erzählen. Doch dann passiert etwas Schreckliches ...


Gemeinsam. Glücklich. Ganz.
Wir. Unsere drei Herzen.
Alles steht uns offen.
Und dann ...
Fliegt mir das Eis aus der Hand.
Der Becher prallt gegen die Windschutzscheibe.
Schleudern.
Schreie.
Krachen.
Glassplitter.

Sie haben einen Autounfall. Matt stirbt, Frankie und Anna überleben. Es beginnt das schrecklichste Jahr ihres Lebens. Anna behält das Geheimnis für sich, weil sie es ihm ja versprochen hat. Ständig ist er in ihrem Kopf, es vergeht kein Tag, an dem sie nicht an ihn denkt. Dann beginnt der nächste Sommer, und mit ihm der Urlaub in Kalifornien zusammen mit den Perinos. Frankie und Anna wollen um jeden Preis einen lockeren, unbeschwerten Sommer erleben, ihr Plan ist es in den drei Wochen insgesamt 20 Jungs aufzureißen (daher auch der englische Titel „Twenty Boy Summer“). Doch dann trifft Anna Sam, und alles kommt anders. Sam dringt in Annas Leben ein und beansprucht den Platz in Annas Herzen für sich, den Matt eigentlich für immer belegen sollte.

Wie ist das, wenn du einen geliebten Menschen verlierst und ihn niemals vergessen willst, doch dann jemand anderen kennenlernst? Jemanden, der dich deine große Trauer vergessen lässt und mit dem du endlich wieder so etwas wie Glücklichsein erleben kannst? Darfst du einfach so wieder lieben? Das sind die Arten von Fragen, die man sich unweigerlich stellt, wenn man diesen Roman liest. Ich war mir lange Zeit, ja eigentlich während des gesamten Buches unsicher, ob ich mir ein Happy End für Anna und Sam wünschen soll. Sie hat Matt schließlich über alles geliebt und wollte die Erinnerung an ihn unverfälscht für immer behalten. Er war – bis jetzt – die Liebe ihres Lebens, und durch das Geheimhalten der Beziehung war diese ja nur noch intensiver.
Doch andererseits finde ich auch, dass man irgendwann lernen muss, loszulassen, und nun bietet sich Anna die Gelegenheit dazu. Sam ist eine typische Sommerliebe, er ist ein Mensch, mit dem Anna wundervolle Stunden verbringen kann. Sie weiß, dass sie nur drei Wochen mit ihm hat, und hegt dennoch sehr schnell tiefe Gefühle für ihn. Mit ihm will sie ihr erstes Mal erleben, gerade weil sie weiß, dass sie ihn danach nie wieder sehen wird.
Das Buch hat mir einfach richtig gut gefallen. Es war auf keinen Fall lockere Sommerlektüre. Der Tod des geliebten Sohnes, Bruders, Freundes war die ganze Zeit im Hintergrund, hat in den glücklichsten Momenten für einen Einbruch der Stimmung gesorgt. Glücklicherweise habe ich so etwas noch nicht erlebt, ich kann also nicht bewerten, wie realistisch ihr Roman ist. Auf jeden Fall aber ist es ein sehr intensives Leseerlebnis. Durch viele kurze Sätze und Satzssplitter wird der Leser in Annas Gefühlswelt hineingezogen und kann mit ihr mitleiden. Man hofft und liebt mit ihr und erlebt alles hautnah mit.

Das Buch zieht einen in seinen Bann, man denkt daran, auch wenn man gerade nicht liest. Ich konnte in der Nacht nicht schlafen, weil schon die Worte zu dieser Rezension in meinem Kopf herumwirbelten und herauswollten. Worte, die dem Buch vermutlich nicht gerecht werden, denn ich weiß selber nicht genau, wie ich es beschreiben soll, da so viel in dem Buch drinsteckt. Es geht um Freundschaft, Liebe, Verlust, Hoffnung, Glücklichsein und so viel mehr.
Ich weiß nur, dass ich es jedem empfehlen kann, ob Jugendlicher oder Erwachsener.

Völlig verdiente 5 von 5 Sternen von mir für diesen einfühlsamen, intensiven Jugendroman, in dem so viel mehr drinsteckt als eine Sommerliebesgeschichte.

--- Rezension für  http://www.buecherkinder.de/ ---

Donnerstag, 9. Juni 2011

Rezension: Neva von Sara Grant



„Was ist denn Glo-ball-isierung?“, fragt Sanna.
Ich zucke die Achseln. "Klingt wie eine Krankheit."

„Meinst du, das ist der Grund, warum wir die Grenzen dichtgemacht haben?“
„Du glaubst, dass da draußen alle an Globalisierung gestorben sind?“
Nun zuckt sie die Achseln.


Neva wohnt in Heimatland. Der Zeitpunkt ist irgendwann in der Zukunft, und sie und ihre Mitmenschen sind unter einer riesigen Energiekuppel eingeschlossen, der sogenannten Protektosphäre. Die meisten Menschen geben sich mit der Erklärung der Regierung zufrieden, dass da draußen nichts mehr ist und dort nur der Tod lauert. Doch einige Bürger glauben es inzwischen nicht mehr, vor allem, da die Regierung mit immer mehr Problemen zu kämpfen hat – es gibt nicht mehr genug Ressourcen, die elektrischen Geräte geben langsam ihren Geist auf, und die Menschen werden sich immer ähnlicher (kein Wunder, denn der Genpool wird ja nicht mehr verändert). Neva und ihre beste Freundin Sanna wollen rebellieren, und schmieden auch schon im Geheimen Pläne. Unter anderem haben sie sich Kennzeichen gemacht, die sie einzigartig machen sollen, Neva hat sich zum Beispiel eine Schneeflocke tätowiert. Doch sie müssen aufpassen, denn es verschwinden immer mehr Menschen, und Nevas Vater ist ein hohes Tier in der Regierung.
Und dann ist da noch Braydon ... Braydon, der Freund von Sanna. Braydon, der Neva geküsst hat und bei dem sie sich gefühlt hat wie noch nie zuvor.  Neva hat schreckliche Angst, dass Sanna es herausfinden könnte, denn ihre Freundschaft ist ihr so wichtig wie nichts anderes. Aber Braydon wird ihr auch immer wichtiger, und die Rebellion fordert nach und nach ihre Opfer.

„Neva“ ist ein typischer Jugendroman. Eine Abenteuergeschichte, eine Dystopie, die im Moment ja total angesagt ist und den Vampir-Hype abzulösen scheint, in Verbindung mit einer romantischen Liebesgeschichte. Da ist eigentlich nicht viel Neues bei, aber wenn man mit den Erwartungen an das Buch herangeht, die ich hatte, kann man dennoch wundervolle Stunden mit der Lektüre verbringen. Ich habe einfach ein Buch erwartet, das mich unterhält, das spannend ist und eine Liebesgeschichte enthält, und genau so war es auch. Dazu kam, dass ich diese Idee mit der Protektosphäre einfach genial finde, und vor allem die Andeutungen auf das was „draußen“ ist, auf das, was früher war – also in unserer jetzigen Zeit. Daher habe ich auch das Zitat oben ausgewählt, denn Globalisierung ist uns allen ja ein Begriff.
Wenn man mal darüber nachdenkt, dass es in 50,100 oder 1000 Jahren vielleicht wirklich zu so etwas kommen kann, liest man das Buch aus einem ganz anderen Blickwinkel. Diese Welt, in der Neva lebt, kann eigentlich gar nicht mehr lange überlebensfähig sein, die elektronischen Sachen funktionieren nicht mehr, es gibt keine Ressourcen mehr, man kann keine richtig bunte Kleidung mehr kaufen, besondere Lebensmittel sind stark rationiert, und natürlich, dass die Menschen sich mit jeder Generation ähnlicher sehen. Eine schreckliche Vorstellung, und sie hat mich echt zum Nachdenken gebracht. Und meiner Meinung nach ist das genau das, was eine Dystopie leisten sollte, dass man über die Gegenwart nachdenkt und darüber, welche Auswirkungen unser Lebensstil auf die Zukunft hat.
Die Rebellion war daher natürlich sehr nachvollziehbar, und es war unheimlich spannend mitzuverfolgen, wie Neva Widerstand leistet. Ich musste die ganze Zeit überlegen, wie ich mich wohl in ihrer Situation fühlen würde, und ob ich den Mut finden würde, das alles durchzuziehen, vor allem, da immer wieder Leute aus Nevas Umfeld verschwinden und keiner eine Erklärung dafür hat. Ich hatte Respekt vor ihrem Mut und davor, dass sie sich nicht hat unterkriegen lassen.
Ihre Romanze mit Braydon hat mir wundervoll gefallen. Sie haben versucht, Abstand voneinander zu halten und natürlich ihre Gefühle vor Sanna geheim zu halten, doch es hat nicht geklappt und sie haben sich immer mehr zu einander hingezogen gefühlt. Man hat das Knistern gespürt, und ich muss zugeben, dass ich mich auch ein klein wenig in ihn verliebt habe ...
Das Buch hat einige überraschende Wendungen, die aber leider nicht ganz so unvorhersehbar waren. Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach schon zu viel gelesen habe, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich einiges davon schon kannte und erwartet hatte. Aber im Großen und Ganzen hat mich das überhaupt nicht gestört, und ich habe den Roman sehr genossen.

Mein Fazit: Neva ist ein wundervoller Jugendroman, eine spannende Dystopie, die einen zum Nachdenken bringt. Das Buch hält einen unglaublich in seinem Bann, und trotz einiger vorhersehbarer Ereignisse war es vor allem zum Ende hin so spannend, dass ich es für nichts aus der Hand legen konnte.

4,5 Sterne!

Rezension für bücherkinder.de

Dienstag, 10. Mai 2011

Rezension: Auf der anderen Seite des Meeres von Siobhan Dowd

Samstag, 16. April 2011

Rezension: Pitch Black - Ohne Ausweg von Susan Crandall



Madison schlang die Arme um Ethan; vergessen waren alle Vorsätze, sich nicht zu Gefühlsduseleien hinreißen zu lassen. „Wo ist Mr McPherson?“
Ethan löste sich von ihr und sah mit leeren Augen zu ihr auf. „Tot.“

Madison „Maddie“ Wade ist mit ihrem 16-jährigen Adoptivsohn Ethan aus Philadelphia in die Kleinstadt Buckeye in Tennessee gezogen, um einen Neuanfang zu wagen. Leider wird das nicht einfach, denn die Einwohner sind Neuen gegenüber sehr argwöhnisch. Nur Sheriff Gabe Wyatt, der sich von Anfang an zu Maddie hingezogen fühlt, hat keine Vorurteile ihr gegenüber. Als der beliebte Steve McPherson auf einem Wanderausflug stirbt, auf den er seinen Stiefsohn Jordan, Ethan und zwei andere Jungs mitgenommen hat, wird Ethan als Fremder natürlich direkt verdächtigt. Madison und Gabe sind von seiner Unschuld überzeugt, jedoch verdichten sich die Beweise, dass Ethan der Täter ist. Und dann beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn es passieren immer wieder Zwischenfälle, und auch Madison wird bedroht. Werden sie und Gabe es schaffen den wahren Mörder zu finden? Und wird Gabe hinsichtlich seiner Gefühle für Madison seine Objektivität behalten können?

Man sieht, dass LYX einfach einen guten Riecher für spannende Romane für die weibliche Leserschaft hat. Wieder einmal hat mich ein Buch des Verlags gepackt und mich von anderen, eigentlich wichtigeren Dingen abgelenkt. Ich weiß nicht woran es liegt, aber wenn ich ein spannendes Buch möchte, nehme ich eins von LYX.
Dieses hier ist ein wenig anders als die beiden anderen Bücher der „Romantic Thrill“-Reihe, die ich bisher gelesen habe („Die Nacht hat viele Augen“ von Shannon McKenna und „Bullet Catcher: Alex“ von Roxanne St. Claire). Hier geht es hauptsächlich um den Fall und die Ermittlungen, und die Romanze zwischen Maddie und Gabe ist eher nebensächlich, auch wenn die Gefühle immer präsent sind. Es ist angenehm, dass es nicht alle 2 Seiten um Sex geht, sondern wirklich die Handlung im Mittelpunkt steht, die sehr gut nachzuvollziehen ist.
Erst nach und nach werden die Hauptcharaktere vorgestellt und man kann immer mehr Maddies Beweggründe für den Umzug verstehen. Ihre Probleme mit der Eingewöhnung und ihre Gefühle ihrem Adoptivsohn gegenüber sind sehr authentisch und überhaupt nicht überzogen dargestellt, was ein Eintauchen in die Geschichte sehr einfach macht. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Maddie und Gabe ist sehr realistisch, es hat zwar von Anfang an zwischen ihnen gefunkt, doch verständlicherweise möchte Maddie erst mal ihr Leben und vor allem ihre Beziehung zu Ethan festigen, bevor sie sich auf einen Mann einlässt. Das macht das ganze sehr realistisch. Gabe ist ein sehr höflicher, rücksichtsvoller Mensch, der Maddie versteht und ihr Zeit lässt, auch wenn er sein Interesse an ihr deutlich werden lässt.
Die Geschichte ist aus mehreren Blickwinkeln geschrieben, meistens aus der Sicht von Ethan, Maddie oder Gabe. So bekommt der Leser Einblick in die verschiedenen Perspektiven der Protagonisten und kann immer mehr miträtseln.. Gerade zum Ende, als es spannend wird, kann man seinen Blick nicht mehr von den Seiten lösen und will unbedingt das Ende erfahren – was dann leider ein wenig enttäuschend und kurz ausfällt. Da hätten ein paar Seiten mehr dem Buch sicher gut getan.

Alles in allem aber ein toller Krimi, gespickt mit ein wenig Romantik. Genau das richtige für Leute wie mich, die spannende Bücher lieben aber für die immer ein Hauch von Liebe zu spüren sein muss.

4,5 von 5 Sternen

Infos zum Buch:
393 Seiten
Originaltitel: Pitch Black
Erschienen im März 2011 bei LYX
9,95€
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Mittwoch, 6. April 2011

Rezension: Weisser Fluch von Holly Black


Ich starre in die Dunkelheit und wünsche, ich wäre nicht so müde. „Es ist schwer, ein guter Mensch zu sein“, sage ich. „Weil ich schon weiß, dass ich keiner bin.“
„Manchmal weiß ich einfach nicht“, sagt Sam, „wann du lügst und wann nicht.“
„Ich lüge nie“, lüge ich.

Cassel Sharpe kommt aus einer Familie von Fluchwerkern – eine Art von Magiern, die nur durch Berühren anderer Menschen diesen das Gedächtnis nehmen, ihre Gefühle ändern oder sie töten können. Die einzelnen Fluchwerkerfamilien sind mafia-ähnlich organisiert, und viele steinreich. Die Regierung will natürlich etwas dagegen unternehmen, hat es bis dato aber noch nicht geschafft.
Cassel jedoch hat dieses Gen anscheinend nicht geerbt, er ist „normal“. Dennoch hat er wahrscheinlich vor einem Jahr seine enge Freundin Lila umgebracht. Er kann sich an nichts erinnern, nur daran, dass er blutverschmiert über ihr gehockt hat und überhaupt keine Reue gespürt hat. Daher glaubt auch er, dass er sie getötet hat, und seine Familie denkt das auch. Cassel versucht ein neues Leben anzufangen, in einem Internat, wo er sich verstellt und sich normal gibt. Nach außen hin klappt das einigermaßen, doch im Innern ist Cassel immer noch verzweifelt und muss an Lila denken. Er hat einen Freund in seinem Zimmermitbewohner Sam gefunden, der aber natürlich nichts über den wahren Cassel weiß.
Seit neuestem hat Cassel äußerst reale Träume, in denen eine weiße Katze mit Lilas Augen auftaucht und ihm etwas Wichtiges sagen will. Bei diesen Träumen schlafwandelt er auch immer, was zur Folge hat, dass er eines nachts auf dem Dach der Schule landet. Das hat zur Folge, dass Cassel suspendiert wird, und schließlich bei seinem Großvater einquartiert wird. Hier hat Cassel endlich Gelegenheit, die Wahrheit über Lilas Tod herauszufinden. Was er erfährt, ist viel mehr, als nur die Wahrheit über ihren Tod – er findet etwas heraus, was sein ganzes Leben auf den Kopf stellt.

Endlich habe ich das Buch durch. Ich habe wirklich sehr lange dafür gebraucht, habe am Anfang sehr schlecht in die Handlung hineingefunden. Ich wusste zunächst nicht, woran es lag – ich habe nur immer andere Bücher zur Hand genommen und dieses auf meinem Nachttisch rumliegen lassen. Doch als ich dann bei der Hälfte angekommen war, habe ich gemerkt, was bei diesem Buch anders ist, und etwa ab da habe ich den Rest verschlungen.
Es ist hier ganz einfach so, dass die Hauptperson nicht den perfekten Charakter hat, wie es so oft der Fall ist. Cassel lügt, betrügt und hat kaum Skrupel bei seinen Taten. Zuerst hat mich das wie gesagt abgestoßen, aber nach und nach fand ich es wirklich ganz erfrischend, vor allem, weil es auch in Cassels Familie niemanden gibt, der ehrlich ist. Höchstens seine normalen Freunde von der Schule sind vielleicht harmlos und nett. Dadurch, dass Cassel diese Eigenschaften habt, nimmt man ihm seine Handlungen auch nicht mehr so übel, sie wirken einfach natürlicher. Und wenn man mal ehrlich ist – eigentlich ist es ja schon meistens unglaubwürdig, wenn die unschuldigen Hauptpersonen in vielen Büchern dann plötzlich ohne zu Zögern lügen und anderen Menschen schaden.
Es ist einfach eine komplett andere Welt, die Holly Black hier kreiert, eine Welt, in der man von niemanden mit bloßer Haut berührt werden möchte, in der man niemandem trauen kann. Daher kann man Cassels dunkle Seite auch nachvollziehen. Die Autorin lässt den Lese teilhaben an Cassels Gedanken und Gefühlen, so dass man manchmal denkt, dass man neben ihm steht und alles hautnah miterlebt. Es ist schon erschreckend, dass er nicht einmal seiner Familie traut, aber wie man später merkt, ist sein Misstrauen immer berechtigt. Die anderen Charaktere sind ebenfalls sehr glaubwürdig dargestellt, niemand ist perfekt. Es ist einfach ein anderes Leben, dass die Menschen führen, und deswegen müssen auch die Menschen anders sein. Und daher kann ich nach der letzten Seite sagen, dass es eben doch ein richtig toller Roman ist, auch wenn ich das am Anfang nie gedacht hätte. Manchmal lohnt es sich eben, weiterzulesen und sich durch die ersten Seiten zu quälen – denn manchmal kann einen ein Buch wirklich überraschen, so wie dieses hier.

Von mir gibt’s 4 von 5 Sternen für diesen wundervolle, wenn auch gewöhnungsbedürftige Fantasyroman! 

Rezension für Buecherkinder.de

Freitag, 25. Februar 2011

Rezension: Alera - Geliebter Feind von Cayla Kluver


Alera ist die älteste Tochter des Königs von Hytanica, und an ihrem 18. Geburtstag wird sie Königin werden - da aber in Hytanica immer nur Männer regieren, muss sie bis dahin verheiratet sein. Der Kandidat, der ganz oben auf der Liste steht, ist Steldor, der Sohn des Hauptmanns. Leider kann Alera ihn auf den Tod nicht ausstehen, denn er sieht zwar gut aus und ist beliebt, aber er ist sehr arrogant und komplett von sich eingenommen. Sie sucht verzweifelt nach einem Ausweg, doch ihr Geburtstag rückt immer näher. Derweil sieht es auch mit dem Frieden in Hytanica nicht gut aus. Das verfeindete Nachbarland, Cokyri, hat sich etwa zu dem Zeitpunkt von Aleras Geburt mitten ihm Krieg zurückgezogen, obwohl die Aussicht auf einen Sieg für sie sehr groß war. Nun ist eine Cokyrierin in den Palast eingedrungen, und ein merkwürdiger fremder junger Mann wurde festgenommen. Er verhält sich wie jemand aus Cokyri, und hat auch deren exzellente Ausbildung genossen, jedoch sieht er aus wie ein Einwohner Hytanicas. Dieser Junge, Narian, steht im Mittelpunkt der neuen Feindschaft zwischen den beiden Königreichen sein - er ist die Erklärung für den plötzlichen Rückzug Cokyris vor 16 Jahren, und gleichzeitig der Grund für einen neuen Angriff. Alera ist neugierig auf diesen jungen Mann, und nach und nach lernen die beiden sich kennen. Doch die Zeiten sind hart, jeder scheint etwas zu verbergen und man weiß nicht, wem man trauen kann.

Diesen Debütroman der 17-jährigen Cayla Kluver habe ich förmlich verschlungen. Die Autorin hat eine wunderbare neue Welt kreiert, in der der Leser gerne versinkt. Mit ihrer Schreibweise kann man sich alles sehr gut vorstellen, den Palast, die Gärten, die Kleidung und vor allem die Menschen. Die Hauptcharaktere Alera und Narian werden einem schnell sympathisch, sie sind nicht perfekt und machen auch Fehler, die man ihnen aufgrund ihrer Jugend natürlich gerne vergibt. Die Beziehung zwischen den beiden ist nicht plötzlich, sie bahnt sich nach und nach an und ist daher sehr realistisch. Besonders hervorzuheben sind die Nebenpersonen, die hier keine geringe Rolle spielen. Vor allem London, Aleras Leibwächter seit sie klein ist, wächst dem Leser Herz. Seine Treue und Loyalität sind beispiellos, er zögert nicht, seinen Vorgesetzten vor den Kopf zu stoßen um Alera zu unterstützen. Selbst als er für sein Handeln bestraft wird, nimmt er es an. Aleras kleine Schwester Miranna kann man sich ebenfalls sehr gut vorstellen. Man nimmt ihr ihre Neugierde und ihre Schwärmereien für Steldor ab, ebenso wie ihren Zusammenhalt mit ihrer Schwester. Apropos Steldor. Den Typen Mensch, den er darstellt, kennt man nur zu gut. Beliebt, gut aussehend, immer im Mittelpunkt stehend, und dabei ist er eigentlich unausstehlich. Er versteht es, die Leute (und vor allem die jungen Damen) um ihn herum zu blenden, und steht hoch in der Gunst des Königs. Keiner will verstehen, warum Alera ihn nicht heiraten will, am allerwenigsten Steldor selbst.

Wie man sieht, bin ich begeistert von der Geschichte. Was mir besonders gefallen hat, war die Mischung aus Fantasy und Liebesgeschichte, denn beides steht nicht zu sehr im Vordergrund. Da es aus der Sicht von Alera erzählt wird, bekommt man natürlich viel mit von ihren Gefühlen und Ansichten und generell ihrem Privatleben. Doch auch was in ihrem Köngreich passiert, interessiert sie, und da sie dort auch ein wenig mitreden möchte, ist man mitten drin im Geschehen, und man erfährt, wie der König sich um sein Land ujnd die Verteidigung kümmert.

Das überraschende und offene Ende des Buches schreit nach einer Fortsetzung, die laut PIPER-Verlag auch bald schon kommen wird. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was das Schicksal noch so zu bieten hat für Alera und Narian, Miranna und London und die ganzen anderen wundervollen Personen der Geschichte.

Vollkommen verdiente 5 Sterne!

Informationen zum Buch:  

555 Seiten
Originaltitel: Legacy
erschienen am 9.08.2010 bei PIPER
19,95€
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danke an vorablesen.de!

Montag, 14. Februar 2011

Rezension: Vampirsohn von J.R. Ward

Ihr Blut ... er ... trank ihr Blut. Und, oh Gott, es fühlte sich fantastisch an. Zum ersten Mal in ihrem Leben fiel Claire in Ohnmacht.

Claire Stroughton ist eine eiskalte Geschäftsfrau. Als Anwältin lebt sie nur für ihren Beruf, braucht keine Auszeit und erst recht keinen Mann in ihrem Leben. Doch dann wird sie bei einem Besuch bei einer ihrer Klientinnen, Ms Leeds, betäubt und im Keller eingesperrt. Doch sie ist keinesfalls alleine. In dem wohnlichen Raum wohnt seit 56 Jahren der Sohn von Ms Leeds, der bis dato keinen Namen hat. Er ist ein Vampir, und etwa einmal im Jahr schickt ihm seine Mutter eine Frau, von der er Blut trinken kann, damit er nicht stirbt. Doch Claire ist anders als die anderen Frauen. Sie ist die Erste, die ihn nicht hasst, die Erste, die ihn als Person wahrnimmt. Sie gibt ihm einen Namen, Michael, und nach und nach verlieben sie sich ineinander. Doch sie wissen, dass ihnen kaum Zeit zusammen bleibt. Nach drei Tagen wird der Butler sie wieder holen, und Michael wird ihr alle ihre Erinnerungen nehmen müssen. Damit das nicht passiert, beginnt Claire einen Plan zu schmieden, um Michael und sie herauszuholen.

Diese Novelle hat mir wieder einmal gezeigt, wie wunderbar J.R. Ward es schafft, ihre Leser zu fesseln. Ich habe beim Abendessen damit angefangen, und eine Stunde später saß ich immer noch am Küchentisch, das Essen war vergessen. Die Autorin hat erneut wundervolle Charaktere erschaffen, die man gerne begleitet, mit denen man gerne zusammen hofft, bangt, leidet und liebt.
Michael ist vom Aussehen her leider etwas klischeehaft, mit seinen langen Haaren und seinen perfekten Gesichtszügen. Sein Charakter macht das jedoch alles wieder wett. Er ist rücksichtsvoll und will Claire um alles in der Welt beschützen, er ist höflich (was vermutlich an seiner Erziehung liegt, da er ja schon über 60 Jahre alt ist – was man ihm aber zum Glück nicht ansieht). Auf der anderen Seite ist er ein heißblütiger Liebhaber, den seine Jungfräulichkeit keinesfalls auf irgendeine Weise zurückhält.
Claire macht eine wundervolle Wandlung durch. Am Anfang ist sie die kaltherzige Anwältin, die nichts übrig hat für Familienmenschen, die mit einem Leben zufrieden sind, in dem die Kinder und der Ehepartner im Mittelpunkt stehen. Doch dann trifft sie auf Michael, und alle ihre Überzeugungen beginnen zu wanken. Obwohl sie Angst vor ihm haben sollte, fühlt sie sich zu ihm hingezogen und vertraut ihm. Sie ist geschockt, dass Ms Leeds ihren Sohn eingesperrt hat und will ihn unbedingt befreien, um mit ihm ein neues Leben zu beginnen.
Der Schreibstil ist eindeutig J.R. Ward, auch wenn der Vampir dieses Mal eine etwas gehobenere Sprache spricht. Die Black Dagger Brüder sind ja manchmal schon recht ... nun ja, sie benutzen einen recht umgangssprachlichen Wortschatz. Hier jedoch ist es „normale“ Sprache, und man kann ohne Probleme einsinken in diesen kurzen Vampirroman.
Natürlich ist der Schauplatz der Geschichte Caldwell, New York, wie schon bei der Bruderschaft und bei den Fallen Angels. Es scheint wirklich die Brutstätte des Übernatürlichen zu sein.
Eine Frage bleibt noch offen für mich: Ist Michael so ein Vampir wie die Black Dagger? Oder hat diese Geschichte rein gar nichts mit den Brüdern zu tun? Meiner Meinung nach könnte es ruhig eine Fortsetzung geben, die ich garantiert ebenso verschlingen würde wie diese Novelle. Oder vielleicht taucht Michael ja mal in einem ihrer anderen Bücher auf... Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die nächsten Bücher der Autorin.

5 von 5 Sternen

Informationen zum Buch:
144 Seiten
Originaltitel: The Story of Son
erschienen am 10.1.2011 bei Heyne
5,99€
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Samstag, 29. Januar 2011

Rezension: Blutrote Lilien von Kathleen Weise


Wie zwei Figuren in einem Puppenspiel standen wir einander gegenüber und keiner von uns beiden rührte sich.
Obwohl ich das Gesicht des Schattens nicht erkennen konnte, hatte ich doch das Gefühl, dass er mich intensiv beobachtete. Eine Gänsehaut überlief meine Arme.

Paris 1609. Eine Stadt voller Wunder und berauschender Feste, der französische Hof mit seiner wundervollen Kulisse im Louvre. Doch auch ein Ort voller Intrigen und Komplotte, in der man niemanden, nicht einmal seinen engsten Angehörigen trauen kann. Es ist eine Zeit der religiösen Unruhen.
An diesen Ort reist die fünfzehnjährige Charlotte de Montmorency. Sie soll in Kürze den Marquis de Bassompiere heiraten, einen sehr einflussreichen Mann. Bisher hatte Charlotte einen guten Eindruck von ihm, doch dann erwischt sie ihn in flagranti im Bett mit einer anderen. Charlotte wird zum Gespött der Leute am Hof. Glücklicherweise hat sie eine Freundin gefunden, Sophie, die sich nicht um das Gerede schert. Und dann ist da noch der mysteriöse Schatten, den sie am ersten Tag durch ihr Fenster auf der anderen Seite des Louvre sieht. Sie fühlt sich verbunden mit ihm, doch sie hat keine Ahnung, wer das eigentlich ist.
Auf Charlotte kommen aufregende Tage zu, denn sie wird mitten hineingezogen in die Intrigen am Hof. Viel zu schnell wird ihr bewusst, dass der Louvre keinesfalls der glamouröse Ort ist, als den sie sich ihn vorgestellt hat.

„Blutrote Lilien“ hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es ist ein wunderbare Jugendroman voller Liebe und Abenteuer, der auf historischen Fakten basiert – denn Charlotte de Montmorency hat wirklich gelebt, war wirklich mit dem Marquis de Bassompiere verlobt, und das Ende der Geschichte, das ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten werde, stimmt auch überein mit der Historie. Für mich macht das ein Buch immer noch interessanter, und ich habe mal wieder einige Zeit vor Wikipedia verbracht und mir Lebensgeschichten und Stammbäume angeguckt. Aber zurück zum Buch. Charlotte als Protagonistin war mir von Anfang an sympathisch, ihre Naivität zu Beginn der Geschichte und ihre Hoffnungen auf eine Ehe mit einem Mann, in den sie sich vielleicht verlieben kann sind sehr verständlich. Ihre Gefühle und Handlungen sind sehr authentisch, so dass ich mich gut mit ihr identifizieren konnte. Aber auch die Nebenpersonen haben es mir angetan, allen voran der Narrenkönig Angoulevent. Bei Charlottes Gesprächen mit ihm konnte ich gar nicht anders als schmunzeln, obwohl es oft im nächsten Monat direkt ernst wurde.
Wie auf dem Klapptentext angekündigt, gab es natürlich eine Liebesgeschichte, die aber nicht im Vordergrund stand. Das war sehr angenehm, denn ich liebe zwar romantische Geschichten, aber oft bleibt dadurch die eigentliche Handlung sehr blass. Hier ist das ganz und gar nicht so. Man hat zwar von Anfang an geahnt, in welche Richtung sich Charlottes Gefühle wenden werden, doch es war eine Freude, ihr dabei zuzusehen, wie sie sich zunächst dagegen sträubt und es nicht wahrhaben will.
Die Aufmachung des Buches verlangt ein deutliches Lob. Ich finde das Cover einfach wundervoll. Die Ranken und Blumen auf der einen Seite, die Blutstropfen auf der anderen Seite bilden einen wunderbaren Kontrast, der zu dem Titel des Buches passt. Zudem ist auf der ersten Seite ein Brief angeklebt, der einen sehr, sehr neugierig auf das Buch macht, und den man erst versteht, wenn man das Buch gelesen hat.

Für mich war dies ein wundervoller Roman, nicht sehr anspruchsvoll, aber trotzdem fesselnd. Ich fand es schön, mal am französischen hof zu sein, denn bisher habe ich nur historische Romane gelesen, die in England oder Deutschland spielen.

4,5/5 Sternen

Informationen zum Buch:
327 Seiten
erschienen 18.1.2011 im Planet Girl Verlag
14,90€
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Samstag, 22. Januar 2011

Rezension: Tage wie diese von John Green, Maureen Johnson und Lauren Myracle

Eine amerikanische Kleinstadt, ein besonderer Tag im Jahr, drei wundervolle, zauberhafte Liebesgeschichten. Das ist das Rezept, aus dem „Tage wie diese“ von John Green, Maureen Johnson und Lauren Myracle gemacht ist.

Zu meiner anhaltenden Bestürzung musste ich feststellen, dass die Mädchen, die diese Unterhaltung führten, beide Madison hießen. Schlimmer noch: Drei weitere hießen Amber. Ich hatte das Gefühl, in einem Experiment festzustecken, bei dem irgendetwas aus dem Ruder gelaufen war – es musste etwas mit geklonten Menschen zu tun haben.

Es ist Heiligabend. Jubilee wartet nur noch auf ihre Eltern, bevor sie zum Weihnachtsfest ihres Freundes Noah geht. Doch dann ändern sich ihre Pläne schlagartig – sie erfährt, dass ihre Eltern aufgrund einer Schlägerei im Gefängnis sind (Das hört sich schlimmer an, als es ist) und sie deshalb zu ihren Großeltern nach Florida fahren muss. Da aber ein heftiger Schneesturm am Werke ist, bleibt ihr Zug stehen, und Jubilee sieht sich gezwungen, die Nacht mit 14 Cheerleadern auf engstem Raum zu verbringen. Sie entscheidet sich daher, zu dem Waffelhaus zu gehen, dass sie aus dem Zugfenster heraus erspäht hat. Dort trifft sie auf den gutaussehenden Stuart und die beiden flüchten vor den Cheerleadern, die Jubilee ins Waffelhaus gefolgt sind, und die Geschichte nimmt ihren Lauf... (Maureen Johnson)

Tobin, JP und der Herzog (alias Angie) sind die besten Kumpel. Sie verbringen viel Zeit miteinander. An Heiligabend sind sie alle zusammen bei Tobin und machen einen James Bond Marathon. Da werden sie von ihrem Freund Don Keun angerufen, der im Waffelhaus arbeitet und ihnen hysterisch von den 14 Cheerleadern erzählt haben und sie auffordert, zu ihm zu kommen. JP und Tobin sind begeistert, nur der Herzog scheint von der Idee nicht so angetan zu sein. Auf dem abenteuerlichen Weg zum Waffelhaus kommen allerdings – dank des Herzogs – auch Tobin Zweifel, dazu kommt, dass ihm plötzlich auffällt, dass der Herzog auch ein Mädchen ist. (John Green)

Addie ist am Boden zerstört. Ein Jahr lang war sie mit Jeb zusammen, und dann macht sie diesen blöden Fehler auf dieser blöden Party. Sie hatten sich gestritten und Addie hat anschließend jemand anderen geküsst. Sie bereut es natürlich, doch Jeb hat auf ihre Email nicht geantwortet und jetzt weiß sie nicht weiter. Ihre Freundinnen versuchen ihr zu helfen, machen ihr aber gleichzeitig Vorwürfe, sie sei zu selbstbezogen. Das bekommt sie auch von einigen anderen Menschen zu hören. Sie versucht es zu ändern, doch sie merkt, dass es gar nicht so einfach ist. Wenn doch nur Jeb da wäre und sie endlich mit ihm reden könnte ... Sie kann natürlich nicht wissen, dass er längst auf dem Weg zu ihr ist. (Lauren Myracle)

Diese drei Geschichten sind einfach magisch. Die Idee, eine Anthologie zu machen und sie dennoch wie einen einzigen Roman wie von einem Autor wirken zu lassen, finde ich sensationell. Nach und nach lernt der Leser alle Protagonisten kennen, die auch in den Geschichten der anderen Autoren vorkommen. Jebs Weg zu Addie kann man zum Beispiel das ganze Buch hindurch verfolgen, aus verschiedenen Blickwinkeln, und es ist immer wieder toll, wenn einem kleine Details auffallen, die in den vorigen Geschichten schon erzählt wurden. Dass es drei verschiedene Autoren sind, fällt nicht so sehr auf. Alles ist in einem wunderbar lockeren, leicht ironischen Tonfall geschrieben, so dass man gar nicht merkt, wie die Zeit vergeht. Gerade zur Weihnachtszeit ist dies ein wundervoller Roman, doch auch jetzt kann man ihn noch lesen und dabei schon wieder an das nächste Weihnachtsfest denken. Das Ende jeder Geschichte ist voraussehbar, doch der Weg dahin ist zum Teil sehr überraschend und amüsant. Ich musste wirklich oft schmunzeln und lachen, und das kommt bei mir nicht so oft in Büchern vor. Natürlich sind diese Geschichten alle ziemlich unrealistisch, doch bei so einem Buch erwarte ich auch nichts anderes. Ich erwarte viel mehr einen romantischen Roman, der dafür sorgt, dass es einem warm ums Herz wird und man mit einem guten Gefühl das Buch schließen kann.

Für mich ist es auf jeden Fall eins meiner Lieblingsbücher, und ich kann mir gut vorstellen, dieses Buch zur Weihnachtszeit noch mal zu lesen. Ich werde mich auch nach weiteren Büchern der Autoren umsehen, denn mir haben alle 3 Geschichten wirklich sehr gut gefallen.

7 von 5 Sternen :)


Informationen zum Buch:

397 Seiten
Originaltitel: Let it snow - Three holiday romances
erschienen im Mai 2010 im Arena Verlag
15,95€
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