BOOK LOVERS NEVER GO TO BED ALONE

Freitag, 25. Februar 2011

Rezension: Alera - Geliebter Feind von Cayla Kluver


Alera ist die älteste Tochter des Königs von Hytanica, und an ihrem 18. Geburtstag wird sie Königin werden - da aber in Hytanica immer nur Männer regieren, muss sie bis dahin verheiratet sein. Der Kandidat, der ganz oben auf der Liste steht, ist Steldor, der Sohn des Hauptmanns. Leider kann Alera ihn auf den Tod nicht ausstehen, denn er sieht zwar gut aus und ist beliebt, aber er ist sehr arrogant und komplett von sich eingenommen. Sie sucht verzweifelt nach einem Ausweg, doch ihr Geburtstag rückt immer näher. Derweil sieht es auch mit dem Frieden in Hytanica nicht gut aus. Das verfeindete Nachbarland, Cokyri, hat sich etwa zu dem Zeitpunkt von Aleras Geburt mitten ihm Krieg zurückgezogen, obwohl die Aussicht auf einen Sieg für sie sehr groß war. Nun ist eine Cokyrierin in den Palast eingedrungen, und ein merkwürdiger fremder junger Mann wurde festgenommen. Er verhält sich wie jemand aus Cokyri, und hat auch deren exzellente Ausbildung genossen, jedoch sieht er aus wie ein Einwohner Hytanicas. Dieser Junge, Narian, steht im Mittelpunkt der neuen Feindschaft zwischen den beiden Königreichen sein - er ist die Erklärung für den plötzlichen Rückzug Cokyris vor 16 Jahren, und gleichzeitig der Grund für einen neuen Angriff. Alera ist neugierig auf diesen jungen Mann, und nach und nach lernen die beiden sich kennen. Doch die Zeiten sind hart, jeder scheint etwas zu verbergen und man weiß nicht, wem man trauen kann.

Diesen Debütroman der 17-jährigen Cayla Kluver habe ich förmlich verschlungen. Die Autorin hat eine wunderbare neue Welt kreiert, in der der Leser gerne versinkt. Mit ihrer Schreibweise kann man sich alles sehr gut vorstellen, den Palast, die Gärten, die Kleidung und vor allem die Menschen. Die Hauptcharaktere Alera und Narian werden einem schnell sympathisch, sie sind nicht perfekt und machen auch Fehler, die man ihnen aufgrund ihrer Jugend natürlich gerne vergibt. Die Beziehung zwischen den beiden ist nicht plötzlich, sie bahnt sich nach und nach an und ist daher sehr realistisch. Besonders hervorzuheben sind die Nebenpersonen, die hier keine geringe Rolle spielen. Vor allem London, Aleras Leibwächter seit sie klein ist, wächst dem Leser Herz. Seine Treue und Loyalität sind beispiellos, er zögert nicht, seinen Vorgesetzten vor den Kopf zu stoßen um Alera zu unterstützen. Selbst als er für sein Handeln bestraft wird, nimmt er es an. Aleras kleine Schwester Miranna kann man sich ebenfalls sehr gut vorstellen. Man nimmt ihr ihre Neugierde und ihre Schwärmereien für Steldor ab, ebenso wie ihren Zusammenhalt mit ihrer Schwester. Apropos Steldor. Den Typen Mensch, den er darstellt, kennt man nur zu gut. Beliebt, gut aussehend, immer im Mittelpunkt stehend, und dabei ist er eigentlich unausstehlich. Er versteht es, die Leute (und vor allem die jungen Damen) um ihn herum zu blenden, und steht hoch in der Gunst des Königs. Keiner will verstehen, warum Alera ihn nicht heiraten will, am allerwenigsten Steldor selbst.

Wie man sieht, bin ich begeistert von der Geschichte. Was mir besonders gefallen hat, war die Mischung aus Fantasy und Liebesgeschichte, denn beides steht nicht zu sehr im Vordergrund. Da es aus der Sicht von Alera erzählt wird, bekommt man natürlich viel mit von ihren Gefühlen und Ansichten und generell ihrem Privatleben. Doch auch was in ihrem Köngreich passiert, interessiert sie, und da sie dort auch ein wenig mitreden möchte, ist man mitten drin im Geschehen, und man erfährt, wie der König sich um sein Land ujnd die Verteidigung kümmert.

Das überraschende und offene Ende des Buches schreit nach einer Fortsetzung, die laut PIPER-Verlag auch bald schon kommen wird. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was das Schicksal noch so zu bieten hat für Alera und Narian, Miranna und London und die ganzen anderen wundervollen Personen der Geschichte.

Vollkommen verdiente 5 Sterne!

Informationen zum Buch:  

555 Seiten
Originaltitel: Legacy
erschienen am 9.08.2010 bei PIPER
19,95€
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danke an vorablesen.de!

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