BOOK LOVERS NEVER GO TO BED ALONE

Mittwoch, 18. Januar 2012

Rezension: Dustlands 1 - Moira Young

Saba lebt mit ihrer Familie, die aus ihrem Zwillingsbruder Lugh, ihrer Schwester Emmi und ihrem Vater besteht, in einer Hütte am Silverlake. Der nächste „Nachbar“ wohnt meilenweit weg, und so führen sie ein Leben fernab der richtigen Welt. (Eine andere Welt, als wir sie heute kennen; eine harte und grausame Welt, wo von den Annehmlichkeiten unserer Zeit kaum noch Erinnerungen sind)
Doch eines Tages verschleppen Soldaten Sabas geliebten Bruder Lugh und erschießen ihren Vater. Saba, die ohne Lugh nicht leben kann, verlässt ihre Heimat um ihren Bruder zu retten. Nun auf sich allein gestellt, muss sie sich um ihre kleine Schwester kümmern, obwohl sie überhaupt keinen Zugang zu ihr hat und Emmi sie bei der Suche nur aufhält.
Auf ihrem Weg zu Lugh muss Saba sich einigen Herausforderungen stellen, und trifft dabei auf viele verschiedene Menschen, die alle nicht das sind, was sie vorgeben zu sein.
Sie muss viele Entscheidungen treffen und plötzlich geht es um viel mehr, als nur ihren Bruder zu finden ...

Ich habe mir dieses Buch unter anderem aus dem Grund ausgesucht, weil es von so vielen Seiten empfohlen wurde. Bei 1live wurde es besprochen, in unserem Thalia war es Buch des Monats, und auf vielen Blogs habe ich nur begeisterte Rezensionen gelesen. Dementsprechend hatte ich sehr hohe Erwartungen an diesen Roman. Und wie Heidi Klum zu einem ihrer Mädels kann ich nun auch sagen: Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt ... (dramatische Musik) ... sie wurden übertroffen.
“Dustlands“ ist, das kann ich jetzt schon sagen, eins meiner Highlights des Jahres. Dieses ist zwar noch jung, aber ich wüsste nicht, wie dieses Buch noch übertroffen werden kann. Es hat mich mitgerissen, mitfiebern lassen, es hat mich einfach nicht losgelassen. Es wurde zuvor öfters mal mit „Die Tribute von Panem“ verglichen, und auch der Klappentext lässt auf einen Nachahmer schließe, dabei hat es das Buch gar nicht nötig. Es ist bis auf Kleinigkeiten wirklich ganz anders als Panem.
Vor allem ist da natürlich die Sprache. Die Autorin selbst erklärt auf dem Schutzumschlag, warum sie sich für eine einfache und direkte Sprache entschieden hat, die auch ohne Schnörkel und Verzierungen auskommt. Ich gebe zu, ich habe zuvor etwas gezweifelt, ob so ein Stil wirklich etwas für mich ist, denn ich rege mich oft über falsche Grammatik und viele Wiederholungen auf. Doch schon nach den ersten Seiten war ich überzeugt. Die kurzen Sätze, die wirklich einfache Sprache macht das Buch gerade so authentisch, dass man glaubt, man sei mitten drin. Ich konnte regelrecht die Atmosphäre spüren, habe am Anfang beinahe mit Saba geweint, habe mit ihr gekämpft und versucht zu überleben. Immer wenn neue Personen dazukamen habe ich mit ihr an ihrer Vertrauenswürdigkeit gezweifelt und gehofft, dass sie Saba nichts Böses wollen.
Ich kann mich an kein Buch erinnern, das so einzigartig geschrieben ist und damit auch noch Erfolg hat. Sozusagen atemlos habe ich die Seiten verschlungen, und saß am Ende enttäuscht da, als nichts mehr zu lesen war. Vielleicht kann man hier die Ähnlichkeit zu Panem sehen – ich habe lange kein Buch mehr gelesen, was mich so gefesselt hat wie Katniss’ Abenteuer bei den Hungerspielen. „Dustlands“ aber hat es geschafft, und ich würde das Buch direkt noch mal lesen, wenn ich nicht so viel anderes auf dem SUB hätte.

Hier hat echt alles gepasst, die spannende und unvorhersehbare Story, die wunderbaren Charaktere, der Stil ... Ich mag gar nicht daran denken, dass die Fortsetzung erst 2013 kommt.

5 von 5 Sternen, obwohl das eigentlich noch viel zu wenig ist!



(Link zu amazon)

Rezension für buecherkinder.de

Freitag, 6. Januar 2012

Rezension: Die eiserne See - Wilde Sehnsucht von Meljean Brook

Im London des 19. Jahrhunderts (aber eines anderen, als wir es kennen), verdient die Mina Wentworth ihren Unterhalt als Kriminalinspektorin. Doch ihr Leben ist nicht leicht, da zur Hälfte von der „Horde“ abstammt, den brutalen Mongolen, die 200 Jahre über  England geherrscht haben und die Bewohner durch technische Mittel versklavt haben, bevor sie von dem Piraten Rhys Trahaern verjagt wurden. Diesem wurde danach ein Herzogtitel anerkannt, und er ist jetzt vor allem unter dem Namen „Eiserner Herzog“ bekannt.  Mina wird andauernd beleidigt und beschimpft. Ihren Job allerdings macht sie trotzdem sehr gut, und so verlässt sie auch sofort einen Ball, als sie die Nachricht von einem Mord bekommt – ausgerechnet auf dem Gelände des Eisernen Herzogs. Zu diesem Zeitpunkt ahnt sie noch nicht, dass sich ihr Leben von Grund auf ändern wird: Der Mord entpuppt sich als Anfang von etwas noch viel Schlimmeren, und obwohl sie zuvor noch nie aus London rausgekommen ist, findet sie sich plötzlich auf einem Luftschiff Richtung Afrika wieder, um eine Verschwörung aufzudecken. Und dann ist da noch der Eiserne Herzog, den sie zwar zunächst nicht sonderlich mag, aber der sie dennoch insgeheim fasziniert ...

Nachdem mein erster Ausflug in das Steampunk-Genre, nämlich „Das Mädchen mit dem Stahlkorsett“ von Kady Cross, eher eine Enttäuschung für mich war, habe ich nun mit diesem Buch so gut wie ins Schwarze getroffen. Vielleicht liegt es daran, dass es diesmal kein Jugendbuch ist, oder vielleicht , dass es bei Egmont LYX erschienen ist (der Verlag hat mich bisher eigentlich noch nie enttäuscht) – wie auch immer, auf jeden Fall hat mir „Die eiserne See: Wilde Sehnsucht“ richtig gut gefallen.
Klar, am Anfang war ich etwas verwirrt, als von der Horde und den Buggern und Naniten die Rede war (was es damit auf sich hat, habe ich immer noch nicht zu 100% verstanden, so wie ich es verstanden hab, haben die Bugger alle die Naniten im Körper, die zwar gut sind bei Verletzungen und Krankheiten, aber der Horde dazu dienten, die Bürger zu versklaven ), und ich hätte auf jeden Fall einen leichteren Einstieg gehabt, wenn die Begriffe zu Anfang erläutert worden wären, doch irgendwann war ich dann in der alternativen Welt angekommen und konnte die Geschichte genießen. 
Im Prinzip ist die Geschichte recht einfach gestrickt– ein großer, starker einflussreicher und vor allem gut aussehender Mann trifft auf eine faszinierende, schöne und außergewöhnliche Frau, die trotz ihrer taffen Ausstrahlung später seinen Beschützerinstinkt weckt. Er will sie zuerst in seinem Bett und danach an seiner Seite, während sie sich natürlich lange dagegen sträubt. Das kennt man ja alles schon. Aber Meljean Brook schafft es dennoch eine einzigartige Geschichte zu erschaffen, was natürlich vor allem an ihrer alternativen Welt liegt, die man so bisher noch nicht kannte. Außerdem sind es mal wieder die Nebenfiguren, die für mich den Ausschlag gegeben haben, das Buch mit beinahe 5 Sternen zu bewerten. Da wären Rhys’ Begleiter Scarsdale, der selten in nüchternem Zustand ist und dennoch immer den Durchblick zu haben scheint, oder die Luftschiffkapitänin Yasmeen, die ihre eigenen Regeln hat und sich niemals an Befehle des Eisernen Herzogs halten würde, nicht zu vergessen den treuen Polizisten Newberry, der trotz allem, was geschieht, hinter Mina steht und alles für sie tun würde.
Zum größten Teil ist das Buch aus Minas Sicht geschrieben, doch auch Rhys kommt häufig zu Wort, daher ist es eigentlich schon ziemlich früh klar, auf was es hinauslaufen wird. Ihnen dabei zuzuschauen, wie sie einander näherkommen und sich letztendlich auch finden (so viel kann ich verraten, denke ich, das erwartet man ja sowieso), ist dennoch einfach nur spannend, und ich kann das Buch auf jeden Fall allen empfehlen, die eine Liebesgeschichte lesen wollen, wo aber der Anteil an Abenteuer nicht zu klein ist. Erotik gibt’s natürlich auch, wobei diese Szenen aber die am wenigsten gelungenen des Buches sind, das Wort „vögeln“ kam eindeutig zu oft vor. (Aber bitte lasst euch trotzdem nicht vom Lesen abhalten!)

Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil der Reihe, „Flammendes Herz“, in dem dann Yasmeen und Archimedes Fox, der hier auch schon einen kurzen Auftritt hatte, die Hauptrolle spielen. Es erscheint im Mai, natürlich bei LYX.

4 von 5 Sternen gibt es von mir – einen Punkt Abzug nur dafür, dass ich am Anfang mit den neuen Begriffen nicht so viel anfangen konnte, und dass die erotischen Szenen mir nicht so gut gefallen haben.


Rezension für buecherkinder.de

Dienstag, 3. Januar 2012

SUB am Jahresanfang

Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch allen erstmal!

So am Anfang des Jahres nimmt man sich ja immer so einiges vor, und ich habe mir, wie wahrscheinlich viele von euch auch, vorgenommen, den SUB dieses Jahr um einiges zu reduzieren. Dazu muss man natürlich erstmal wissen, wie viele Bücher genau denn ungelesen im Regal stehen, also habe ich mich eben hingesetzt und gezählt. Gleicheitig habe ich die Gelegenheit genutzt, um Bücher, die schon gefühlte Ewigkeiten auf dem SUB liegen und ich mit 99%-iger Wahrscheinlichkeit nicht mehr lese, auszusortieren. Insgesamt sind es jetzt glaube ich 10 oder 11 gewesen, und mein Neujahrs-SUB besteht somit aus 54 Büchern. Das ist weniger als gedacht, sieht aber immer noch verdammt viel aus:


Links in der Sidebar, wenn ihr auf SUB (oder HIER) klickt, könnt ihr dann nochmal nachlesen, welche Bücher hier alle noch so auf mich warten :)

Vorgenommen habe ich mir jetzt, dass erstens der SUB zu keinem Zeitpunkt des Jahres über 60 sein soll, und dass ich es zweitens schaffe, dass er am Ende des Jahres unter 40 ist. Ich werde dazu an keinen Challenges teilnehmen, weil ich mich auch nicht unter Druck setzen möchte, aber ich hoffe einfach, dass ich es auch so irgendwie schaffe. 

Und damit nicht irgendwelche Bücher jahrelang darauf warten müssen, gelesen zu werden, weil ich mir immer direkt die neuesten nehme, ha be ich mir auch etwas überlegt: Jedes zweite Buch, was ich lese, darf nicht zu den letzten 15 Büchern gehören, die auf den SUB gewandert sind. Ich hab natürlich direkt damit angefangen, im Moment lese ich Urbat, was ich 2010 zu Weihnachten bekommen hatte. Das gilt auch für Bücher, die ich zur Rezension bekomme, das sind ja sowieso nicht so viele.(Bücher, die ich für die Schule lesen muss, sind davon natürlich ausgenommen, aber da die Schule für mich ja sowieso bald vorbei ist, ist das dann auch egal).

Ich bin gespannt, wie das alles so am Ende des Jahres aussieht. Vorgenommen habe ich mir, 100 Bücher zu lesen, aber ich weiß jetzt schon, dass ich im Frühjahr nicht so viel lesen werde, da ich meine Zeit zum Lernen nutzen muss. Aber dafür habe ich ab Mai auch viel Freizeit (wenn ich nicht in die Nachprüfungen muss), ich hoffe einfach, dass so dann ein Ausgleich entsteht. 

Das wars dann auch von mir - man liest sich :)

Eure Eva